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In späteren Stadien der Parkinsonkrankheit kommt es oft zu starken Schwankungen in der Beweglichkeit (sog. Wirkfluktuationen), was unter anderem daran liegt, dass Medikamente, wie zum Beispiel das für die Beweglichkeit besonders wichtige Levodopa nicht kontinuierlich gegeben werden, sondern immer nur zu bestimmten Zeitpunkten. Eine seit wenigen Jahren verfügbare Therapie ermöglicht dagegen die stetige Gabe von Levodopa in flüssiger Form direkt in den Dünndarm. Hierzu wird in einem kleinen ambulanten Eingriff eine Sonde durch die Bauchdecke zunächst in den Magen gelegt und dann bis in den Dünndarm vorgeschoben. Die Medikamentengabe erfolgt dann über eine außen am Körper getragene und individuell programmierbare Pumpe – die Tablettenmedikation kann dann teilweise oder sogar ganz abgesetzt werden. Nahrungsaufnahme oder Darmtätigkeit werden durch das Verfahren nicht beeinträchtigt.