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Schlaganfälle sind Durchblutungsstörungen oder Blutungen des Gehirns. Die Folgen sind neurologische Funktionsstörungen wie z.B. Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Sprachprobleme und viele andere. Die häufigsten Ursachen sind Gefäßverschlüsse und Blutgerinselbildungen als Folge von Arteriosklerose („Gefäßverkalkungen“) oder Herzerkrankungen. Es gibt auch eine Vielzahl von selteneren Ursachen wie Gefäßentzündungen oder Einrisse in Blutgefäßen, die in jedem Alter vorkommen können.

Im NeuroCentrum erfolgen Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Gefäße im Hals und im Kopf (Dopplersonografie, Farbduplexsonografie). Weitere Untersuchungsverfahren sind das EEG und neurophysiologische Untersuchungen des Hirnstamms AEP. Die Therapie eines akuten Schlaganfalls sollte so wie früh wie möglich in einer Klinik erfolgen („Time is brain“). Das NeuroCentrum arbeitet hierzu mit dem Kreiskrankenhaus Grevenbroich zusammen, sowie mit den Schlaganfallstationen („Stroke units“) in Neuss, Düsseldorf, Mönchengladbach und Köln.

Nach Entlassung ist in der Regel eine medikamentöse Therapie zur Vermeidung erneuter Schlaganfälle erforderlich (Sekundärprävention) sowie rehabilitative Maßnahmen. Eine Präventionsbehandlung kann im NeuroCentrum über eine Medikamentenverordnung erfolgen sowie über Beratungen zu Risikofaktoren und sog. Life-Style-Faktoren. Weiterhin übernehmen die Ärzte im NeuroCentrum bei Bedarf die Koordination von Heilmittelverordnungen wir Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie sowie die Einleitung von Rehabilitationsbehandlungen. Das NeuroCentrum stellte Schlaganfallpatienten die Räumlichkeiten für eine Selbsthilfegruppe zur Verfügung.

Im NeuroCentrum können auch Untersuchungen zur Abklärung des Schlaganfallrisikos vorgenommen werden. Maßnahmen zur Primärprävention werden derzeit jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen.